Felicitas Teil 03

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Es war heisser denn je. Die Luft stand still. Keiner der vier jungen Männer hatte bemerkt, dass der Bassgitarrist sich davongeschlichen hatte. Die Proben der vergangenen Nacht steckten ihnen noch in den Knochen und sie hatten die Augen unter den herabgezogenen Basecaps einfach zugemacht und liessen geschehen was die Caipirinha und die Mittagshitze auf der abgelegenen Hotelterrasse mit ihnen machten. Ihre prallen Erektionen wurden von weiten Shorts ziemlich gut verborgen. Sie waren auf dem Relax-Trip und keiner wagte zuzugeben, dass ihm die aufreizend agierenden, halbnackten Fans gestern Abend doch reichlich Zunder für's After Show-Gedankenkino gegeben hatten.

Die Chart-Breaker-Heart-Breaker residierten hier im exklusiven V. I. P. -Flügel des alt-ehrwürdigen Hauses und blieben tatsächlich gänzlich unbehelligt vom Geschehen draussen, wo der Doorman nun schon zum vierten Mal nach Verstärkung klingelte, da die Welle lieblicher Bauchnabel und Stofftierchen ihn schlichtweg wegzuspülen drohte. Der alte Portier hatte die Zusage der Polizei umgehend Einsatzkräfte vorbeizuschicken.

Felicitas sah phantastisch aus! Wie auch sonst?…. Sie hatte sich inzwischen umgezogen und ihren Plan wieder aufgenommen sich ein wenig der Boy Band zu widmen, die im Hause abgestiegen sein sollte.

Nur wenige Minuten hatte sie benötigt, um sich in den Leckerbissen zu verwandeln, den sie für ihre Girlie-verwöhnte Musikergruppe für attraktiv hielt.

So unerfahren die langhaarige, blonde Nymphe auch war, so sicher war doch ihr Instinkt, wenn es darum ging die Klaviatur der Diplomatie zu spielen auf allen Ebenen: rhetorisch, sprachlich und non-verbal. Als Hotel-Zögling war ihr der virtuose Umgang mit Dresscodes gewissermassen schon in die Wiege gelegt worden. Für die Jungs aus der synthetischen Welt des schönen Scheins, tauschte sie ihr bauchfreies, sexy Alltagsoutfit gegen einen Gruss aus der Glamourwelt vergangener Zeiten.

Es war noch heisser denn je. Die Luft stand still. Zwei spitze Absätze schnalzten auf den Naturstein, die Boys öffneten synchron die Augen.

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Die Zeit stand still. Die Diva höchstselbst trat auf die Terrasse. Das Grace-Kelly-Kleid ihrer verstorbenen Mutter sass perfekt: es umschloss Felicitas‘ jugendliche Wespentaille weich in naturfarbenem Halbleinen und schmiegte sich weiter oben mit aufreizender Bescheidenheit über die sehr, sehr, sehr attraktiven perfekt runden Brüste.

Der weite Tellerrock wippte kokett um die superlangen Superbeine und beflügelte beschwingt die Phantasie des Betrachters bezüglich jenes einzigartigen Apfelpopöchens, auf dem Felicitas gleich Platz nehmen würde. Selbstverständlich war das Kleid ärmellos und rückenfrei, wurde von einem Halsträger gehalten, der als Kragen gestaltet war und einen ziemlich tiefen Ausschnitt umrahmte…

Den Herren war unverzüglich klar, dass dieses „Wonder“ keinen „Bra“ nötig hatte. Geschützt von ihrer pussikatzigen Sonnenbrille unter dem wagenradgrossen Naturstrohhut, wagte sie gründlich taxierende Blicke auf die versammelte Männlichkeit.

Viermal definierte Muskulatur, viermal perfekte Zähne, viermal trendy Haarschnitte. Viermal pochte ihre innere Lustzone, pumpte ihre Scham sich auf. Felicitas wurde feucht. Noch zu deutlich erinnerten sich ihre Schamlippen und ihre frohlockende Klitoris an die gerade erst geteilten Zärtlichkeiten mit Carolina. Die Energie des ersten Orgasmus ihres Lebens würde noch lange ihren Gang leicht und wiegend machen. Sie trug keinen Slip, hatte befürchtet, der Stoff könnte die gereizte Haut unnötig reiben. Sie an den Deck Chairs der Band vorbei und nahm in dem fünften, leeren Platz.

Die jungen Männer waren sprachlos. Kein Laut, kein übermütiges Wort, keiner ihrer üblichen vorlauten Kommentare war zu hören. Ihre Lenden brodelten, ihre Penisse begehrten auf. Synchron wie ihre Bewegungen auf der Bühne, waren nun auch ihre Erregungswellen: Sie wollte sie alle haben!

Da sah Felicitas im Augenwinkel ihren Vater sich nähern. Er pflegte sich ebenfalls am liebsten hier im Exklusivbereich des Hotels aufzuhalten, sobald die Hitze zu gross wurde.

Der Schrecken fuhr der 19-Jährigen direkt in die Nippel, die noch einmal grösser und deutlicher sichtbar wurden unter dem hellen Stoff. Ihr alter Herr durfte sie auf keinen Fall in diesem Aufzug sehen! Zu sehr ähnelte sie ihrer schönen und begehrenswerten Mutter, seiner verstorbenen Frau. Ihr Anblick würde wieder Trauer in ihm auslösen, die Verzweiflung wieder aufkochen lassen…

Gerade, als alle vier Verehrer gleichzeitig beschlossen hatten sich nun auf die nächstgelegene Toilette zurückzuziehen, um zu onanieren, sprang Felicitas panisch auf.

Der Zufall wollte es, dass sich bei dieser Bewegung das Decoltee verschob und eine ihrer wunderschönen prallen Brüste den Weg an's Tageslicht fand, die kleine Perlenspitze so rosig und fest.

Vier Münder standen nun weit offen. Acht Handinnenflächen verlangten schmerzlich berühren zu dürfen. Felicitas verschwand durch die offene Servicetür ins Dunkel der inneren Räume.

„Pardon!“ kommentierte eine junge Männerstimme den Zusammenprall. Die barbusige Schönheit war im Eifer der abrupten Flucht mit einem umwerfend gutaussehenden jungen Mann zusammengestossen, der sie nun an beiden Oberarmen festhielt.

„Oh!“ sagten sie einstimmig, als sie einander in's Gesicht sahen: hier traf sich Gleichwertigkeit. Während sie im Gegenlicht des Eingangs stand, wurde sein Gesicht von der Sonne direkt angestrahlt. Seine Züge waren von absoluter Vollkommenheit. Über seinem Kinngrübchen strahlten Perlenzähne hinter den sinnlichsten weichen Lippen, die sich ein Jungmädchenherz erträumen konnte. Seine Wimpern waren lang, dicht und schwarz wie sein Haar, obwohl er ebenso strahlend blaue Augen hatte wie sie.

Seine schöne Stirn hatte ihrem Strohhut einen Impuls gegeben und sie fühlte ihn nach hinten weg von ihrem Kopf gleiten. Erschrocken sah sie sich um und bemerkte, dass die dunklen Gläser die Wurzel allen Übels waren. Sie konnte hier drinnen, tiefer im Raum, einfach nichts erkennen. Also nahm sie die Sonnenbrille ab.

Wieder ertönte ein einstimmiges „Oh!“ Diesmal sicher noch ein wenig überraschter als zuvor. Er erkannte sie. Fasziniert glitt sein Blick an ihr auf und ab, von den veilchenblauen Augen über die unendlich verlockende nackte Brust bis in die Wespentaille und wieder zurück.

Ihre Augen wanderten parallel: vom begehrenden Blick eines Traumprinzen über dessen nackten, durchtrainierten Torso hinunter zu …

…einem riesigen erigierten Glied, das zwischen den Seiten ihres antiquarischen Shakespeares klemmte.

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